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Anmerkungen
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Es war nicht alles schlecht in den 80ern. Obwohl auch Roxanne etwas an den typischen Merkmalen dieser Periode leidet, als
da wären: süßliche Farben, bonbonsüßer Soundtrack und teilweise reichlich bilderbuchige Charaktäre, so gelingt Steve Martin
trotzdem ein eigenständiges und zeitloses kleines Meisterwerk der Komik, das man auch 20 Jahre später noch mit großem Genuss
sehen kann. Natürlich ist die Handlung, wie bei allen historischen Stoffen etwas rumpelig und die Adaption an moderne Verhältnisse mitunter
schwergängig. Doch, ach, manche Stoffe haben eine Zeitlosigkeit, dass selbst die gewaltsame Verpflanzung vom 17. ins 20. Jahrhundert
der Freude und herrlichen Absurdität keinen Abbruch tut. Auch wenn die seinerzeitige Stadtwache heute die Feuerweht ist, man
nicht mehr mit Degen ficht und überhaupt Handgreiflichkeiten selten und nicht mehr dem Helden gemäß sind und man klangvolle
Namen wie den eines 'Cyrano de' besser mal cool mit C.D. abkürzt, Steve Martin gelingt daraus ein Kleinod des verschrobenen
Humors, indem er seinen besonderen Stil dem altehrwürigen Stoff hinzufügt und ihm so auf Schritt und Tritt Lacher entlockt.
Besonders auffällig ist die Akribie mit der Martin C.D.'s Bewegungsablauf und seine verbalen Reaktionen auch in kleinen und
unscheinbaren Momenten geradezu zelebriert. Dabei bleibt die Handlung stehts auf dem Niveau totalen Wahnwitzes, man möchte vermuten der Autor der baroken Vorlage wäre
ein großer Freund Shakespear'scher Komödien gewesen, genauso voller Verwechslungen, Verstellungen und Wirrungen kommt Roxanne
daher. Dass Steve Martin darauf verzichtet hat, die Texte wie im altmodischen Original ausschließlich zu reimen, ist wohl
seiner sprachlichen Schwerfälligkeit im Vergleich zum Original zu danken - es macht den Film leichter verdaulich, als die
originale Verfilmung mit Gerard Depardieu als Nasenriese Cyrano de Bergeraque.
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