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Hinführung
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Mitunter ein bisschen okkult geht es hier zu, manchmal aber vor allem einfach nur zu menschlich. Denn teuflische Geschichten
haben manchmal den gefallenen Engel zum Gegenstand, als Louis Cypher (Luzifer?) in Angel Heart, wo einer zurückkehrt aus der
buchstäblichen Hölle und einen Preis zu zahlen hat. Aber auch im Auftrag des Teufels hält man sich in keiner Weise mit Metaphern
und Zweideutigkeiten auf. Nun, aber ob Dämonen, oder nur dämonisches, kopflose Wiedergänger oder nur der Wahnsinn in Tüten,
kranke Killer, die sich auf einen heiligen Auftrag berufen oder unsichtbare Bedrohungen, nicht immer ist der Leibhaftige mit
von der Partie, und wenn, dann oft nur in augenzwinkernder Weise. Schwarze Messen hat keiner dieser Filme im Sinn, die Anbetung
des Bösen schon gar nicht. Eher schon die Verführbarkeit der Menschen, die oft schwere Unterscheidbarkeit zwischen Gut und
Böse, die Hilflosigkeit eines Daseins in einer unmoralischen Welt. Auch wenn es keine moralischen Rührstücke sind und es oft
genug ziemlich würzig zugeht, findet sich das teuflische zuletzt doch immer im Menschen - und das Gegenteil vielleicht in
manchem Happy End auch. Doch auf zu viele Happy Ends sollte man in diesem Genre nicht hoffen. Besser nicht.
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Frailty - Dämonisch (2002)
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Ein Exempel dafür wann das Ungeheuerliche ungeheuerlicher wird: dann wenn man es nicht sieht. Frailty schockiert durch die
Selbstverständlichkeit mit der der Wahnsinn nicht nur in die Realität einbricht, sondern neben der Vernunft und dem Gutmenschentum
in trauter Einheit existiert. Hier werden Morde begangen - im Auftrag Gottes. Wäre dies nicht in unseren Zeiten und wahrscheinlich
zu allen Zeiten eine so traurig gängige Regel, wäre es an Perfidität nicht zu überbieten. Das per se Böse, Leben auszulöschen
wird im Namen des per se Guten, im Namen des personifizierten Über-Ich des monotheistischen Gottes(-bildes) vollführt. Ein
Gegensatz, wie er krasser nicht vorstellbar ist.
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The Mothman Prophecies (2001)
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Die Geschichte um das Auftreten des Mottenmanns in Ohio kommt zuerst als Starkino, als ein gut gestylter Mystery-Thriller
mehr daher. Diesmal gestrickt um Schönling und Pretty-Woman-Retter Ritter-in-Weiß Richie Gere. Eine Spätfolge der Mystery-Welle,
die AkteX Anfang der 90er losgetreten hatte. Alles normal. Wäre da nicht die im Sektor Mystery stets seltene und Unheil verkündende
Bemerkung: "Diese Geschichte basiert auf wahren Ereignissen". Und auch das wäre verkraftbar, bliebe es bei schrägen Sichtungen
a'la UFO und wirren Landeiern. Doch, nein...
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Im Auftrag des Teufels (1997)
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Liebe? - Überschätzt! Chemisch nicht mehr als Unmengen von Schokolade. Der Teufel persönlich argumentiert. Ein Leckerbissen
für jeden Zyniker. Wo ist er? ruft Al Pacino aus, und er meint IHN, Gott. Wo ist er? Und dann gibt er gleich selbst die Antwort:
Er sieht nur zu, er ist ein Voyeur. Ich bin hier, brüstet er sich, ich bin Humanist! So sieht es also aus, wenn der Teufel
persönlich für sich spricht, seine Seite darstellt, ein Plädoyer für sein Engagement um die Menschen hält und sich freilich
im selben Atemzug nach seiner Facon freispricht vom Leid, das er gibt und seine Freude an den Menschen darstellt, denn er
mag die Menschen - sie sind so leicht zu verführen.
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Jacob's Ladder (1990)
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Wahnsinn, Horror, Krieg und Dämonen, Drogen und Halluzinationen, Blut und Gewalt. Dunkler und düsterer als Jacob's Ladder,
paranoider und hilfloser war selten ein Film. Schlicht verstört läßt einen Jacob's Ladder zurück. Ein Horror-Trip der besonderen
Art. In seiner Wirkung auf den Zuseher, in seiner Hoffnungslosigkeit und Einsamkeit allenfalls vergleichbar mit 'Die Körperfresser'
von 1978.
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Express in die Hölle (1985)
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'Du bist ein Tier!' 'Nein, ich bin mieser: ich bin ein Mensch!' Mit diesen optimistischen Worten ist alles gesagt worum sich
diese Studie dreht. Das einzig höllische an diesem Film ist jedoch die Handlung. Nichts Übersinnliches, keine okkulten Ideen,
einfach ein Höllenritt von einer Schussfahrt. Runaway Train ist eine Studie. Eine Studie über Macht, Schwäche und den Mittler
zwischen diesen beiden Welten: das Mitleid und die Abwesenheit desselben.
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