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Hinführung
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Auch wenn Hollywood gerne das Schwarz der Nacht durch eine bläuliches Suppe ersetzt: es hat sich ein ganzes Genre von beachtlichen
Filmen eingefunden, die in diesen düsteren zukünftigen Welten zuhause sind. Sie bieten uns Visionen von Zukünften, die es mit Sicherheit niemals geben wird und die daher eher den Charakter eines Gedankenexperiments
haben, also ein was-wäre-wenn-Szenario. Doch gerade weil sie in der Zukunft angesiedelt sind und die Fiktion - mit ein wenig
Science im Gepäck - ihnen die Freiheit vom Faktischen verleiht, blühen hier die schönsten Ideen, die weitreichendsten Flüge
und auch die tiefsten Ängste. Das klassische 'Sein oder nicht sein' ist die tiefste aller Fragen, die hier beständig diskutiert wird. Ist Dekart in Blade
Runner ein Mensch, oder glaubt er es nur, ist die Welt in Matrix real oder nur eine Fiktion, sind die Kopien in Die Insel
Originale, was ist die Zukunft, was ist Zeit, was ist die Welt, was ist Idendität? Fragen, deren Bedeutung kaum mehr übertroffen
werden kann, werden in diesen Visionen behandelt, spielerisch, aber eindringlich und vor allem sehr plastisch.
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Die Insel (2005)
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Jede Regel hat eine Ausnahme. Und dieser Film ist die Ausnahme zur Regel, dass alle Zukunftsvisionen in Hollywood in düsterem
Blau-Schwarz stattfinden. Immerhin nicht weniger, als das titelgebende Motto dieses Bereichs. Nun gut. Dieser Film ist nicht
düster und nicht blau-schwarz, er ist hell, bunt, grell und doch nur einen Millimeter unter der Oberfläche dunkel und böse.
Ein bisschen ist dieser Film wie die hochgezüchtete Welt vor der er warnt: perfektioniert.
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Minority Report (2002)
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Für die Beendigung, soll man sagen Vollendung, des letzten Kubrick-Projektes 'AI' hat sich Steven Spielberg intensiv mit Stanley
Kubrik's visuellem und inhaltlichen Stil auseinandergesetzt. In AI hat dies leidlich funktioniert, zu viel war vermutlich
von Kubrick selbst schon vorbereitet - ein Korsett aus dem sich Spielberg nicht weit genug befreien konnte um ein stilsicheres
Werk zu schaffen. Vielleicht hat er es aus Ehrfurcht vor dem verblichenen Großmeister auch nicht wollen. Doch zu viele Regisseure
verderben auch den Brei.
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Equilibrium (2002)
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Equillibrium gehört zur großen Gruppe der Matrix-Nachahmer. In einer kalten, düsteren und durchgestylten Utopie wird erneut,
wie schon in Matrix, Gattaca und Dark City der Kampf Gut gegen Böse ausgetragen.
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The Matrix (1999)
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Kein Film der letzten Jahre, sogar des letzten Jahrzehnts, gab mehr Anlaß zu philosophischen Diskussionen über die Natur der
Welt als The Matrix. Obwohl immer als Action-Reißer abgetan ist The Matrix eine hervorragende Meditation zur grundsätzlichen
Frage, was die Realität ist, wie sie beschaffen sein könnte.
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Terminator 2 (1991)
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Selten hat ein Regisseur derart dreist einen Film schlicht noch einmal gedreht und dabei als Fortsetzung verkauft. Obwohl
man es nur bemerkt, sieht man sehr genau hin, entspricht T2 doch in seinen Handlungsabschnitten, in beinahe allen Details,
sogar oft in den Dialogen dem Ur-Terminator von 1984. Schadet aber alles nicht. T2 ist derart gut gemacht, daß dieser Umstand
minderern Unterschleifs so gut wie überhaupt nicht auffällt und nicht in irgendeiner Weise aufregt.
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The Terminator (1984)
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Das Motiv, das James Cameron verwendet ist nicht neu. Bereits in Westworld wurde der Alptraum beschworen, dass ein Roboter,
eine seelenlose menschenähnliche und doch so ungleiche Maschine einen hilflosen Menschen durch eine Wüste verfolgt, nicht
ablässt von ihrem Ziel, ihn zu töten, die eigene Existenz aufs Spiel setzend mechanisch nur diesem einen Ziel folgt, ohne
Moral, ohne Mitleid, ohne Menschlichkeit. Der vielleicht kollektive Alptraum der Menschheit. Und genau diesem Feindbild des
Menschseins ansich folgt auch Camerons Idee des Terminator.
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Blade Runner (1982)
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Warum ist der Director's Cut von Blade Runner so wichtig? Blade Runner gehört zu den wenigen genialen Mißverständnissen der
Filmgeschichte. Einzigartig, wie neben ihm vielleicht ähnlich unverstandene Fight Club ist Blade Runner ein Film der beinahe
ein Jahrzehnt lang nur verstümmelt zu sehen war und damit im Grunde unverständlich blieb.
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Westworld (1973)
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Ein Mann reist zurück in eine frühere Epoche. Dort wird er von einem bewaffneten Roboter in Menschengestalt attackiert, gehetzt,
gejagt wie ein Tier. Der Roboter tut, was man von einem Roboter erwartet: er ist kühl, erbarmungslos, präzise, überlegen an
Körperkraft und Wahrnehmungsfähigkeiten, er ist unaufhaltsam - ein wunderbares Stück Technik. Der Roboter ist von einem Computer
gebaut worden, kein Mensch weiß, wie er genau funktioniert. Und die wenigen, die eingreifen könnten, sind in Ihrem Kommandostand
eingeschlossen. Und deswegen passiert das, was passieren muss: der Amoklauf der Maschine. Irgendwie auch ihre Rache an den
Menschen, die sie als schwachen Sklaven behandelt haben, statt ihre Stärke und Überlegenheit zu erkennen. Klingt ein bisschen
wie Terminator?
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