Kanon des modernen Films
Unbreakable
Werbung
contactEasy.net - Das online Adressbuch
Anmerkungen
Unbreakable
Wenn es so etwas wie einen Anti-Kriegsfilm gibt und Anti-Helden, dann ist Unbreakable ein Anti-Comic-Film mit einem Anti-Superhelden. Ein bisschen damit auch ein Kommentar zu den zu dieser Zeit virulenten Comic-Verfilmungen im Allgemeinen. Und dabei gelang der schlicht ungewöhnlichste Superhelden-Film aller Zeiten. Bruce Willis ist unzerstörbar und damit der Prototyp eines jeden Superhelden, gerdezu ihre Essenz. Allein: er will diese Gabe nicht. Er ist ein stiller, zurückgezogener Charakter, versucht den Ball flach zu halten und will einfach nur wie alle anderen, einfach ein Normalo sein. Die Einsamkeit des Auserwählten wird selten so eindringlich geschildert, selten wird in einer Comic-Welt eine so ungewöhnliche und traurige Perspektive eingenommen, selten kommt ein Superheld so grau, so unscheinbar, so wenig glamourös, so sympathisch und normal daher.
Doch das ist das Konzept des Films, als auch der Mission: Die Wahrheit hinter den Superhelden-Stories. Der Krüppel Samuel L. Jackson ist davon überzeugt: es gibt eine wahre Geschichte hinter den bunten Comic-Strips, wahre Helden mit Superkräften, deren Geschichte nur von den Comic-Zeichnern missbraucht und 'überzeichnet' worden ist. Und er ist davon besessen den wahren Superhelden zu finden - und er findet ihn.
Night Shyamalan beschreibt mit diesem Film eine ganz eigentümliche Eigenschaft der Menschen: der Starke, der Unüberwindliche, sehnt sich nach Stille, nach Ruhe, er ist ein Zauderer, scheut die Welt und verabscheut die Niederträchtigen. Ganz anders der Schwache, der Krüppel, vor mentaler Kraft strotzt, er ist aktiv, versucht seine Zeit zu nutzen, er hat nichts zu verlieren, er dominiert geradezu, übt Macht aus, setzt seine Ideen um. Eine von vielen Asymetrien in dieser Linie.
Und ein weiteres macht der Schwache hier besser als der Held: er erkennt früh, dass er seinem Schicksal nicht entrinnen kann, denn er ist letztlich in ihm, seinem mangelnden Körper gefangen. Daher nimmt er sein Schicksal an, nutzt seine Fähigkeiten und schöpft daraus dämonische Kraft. Während der Starke mit seinem Schicksal nur hadert, er zweifelt an sich, fürchtet sich vor der Welt in der er gar nichts zu befürchten hat, denn er ist unzerstörbar. Doch er scheint den ihm vorgezeichneten Weg nicht zu erkennen, gibt sich mit weniger zufrieden, scheut sich vor... was? Davor, das Ende seiner Möglichkeiten zu erleben? Davor seine eigene Fehlbarkeit finden zu müssen, von der er nicht weiß, wo sie liegen mag? Unsicherheit angesichts der Konfrontation, mit der er keine Erfahrungen hat? Vielleicht gibt es diese Antwort nicht, doch so ist die Welt. Es gibt nicht auf alles eine Antwort, am wenigsten, wenn es sich um das Verhalten von Menschen handelt.
Wir lernen: es ist kein Leichtes ein Super-Hero zu werden, das zeigte uns auch schon Peter Parker. Doch man muss tun, was man tun muss. Und Shyamalan wäre nicht Shyamalan, hätte das ganze am Ende nicht eine haarsträubende Pointe.




www: www.filmkanon.info
(C) 2006 - 2007 filmKanon.info, Alle Rechte vorbehalten.
filmKanon.info ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Websites.

TEM-TechnologiecontactEasy
SunnivaKeedo Deutschland
SELFHTMLOFDBWikipedia
Werbung


PREMIERE 5er Kombi HD - hier bestellen!

www.tividi.de

Werbung