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Hinführung
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In einem kleinen Genre treffen zwei Charaktere aufeinander die sehr unterschiedlich sind und sich schnell in eine Lehrer-Schüler
Beziehung einfinden. Mit der Zeit wird dann mitunter unklar, wer der Lehrer und wer der Schüler ist, weil sich die Werte verschieben,
weil der vermeintlich Überlegene seine Schwächen, mitunter schmerzhaft, kennenlernt, der vermeintlich Schwache seine Stärken
findet und sie, mehr oder minder selbstbewusst, in die Beziehung einbringt. Weil diese Filme von den Schwächen und Stärken
von Menschen handeln und, wenn sie klug gemacht sind, die Stärken in der Schwäche ebenso offenbaren, wie die bittere Schwäche
mancher zuweilen so Überlegenen und so selbstherrlichen Zeitgenossen, sind sie oft lehrreich und trotzdem nicht langweilig.
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Rain Man (1988)
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Eine kleine Welle von Filmen mit Behinderten als Hauptfiguren hat Rainman losgetreten. Natürlich haben solche Filme immer
etwas liberales an sich, etwas vorbildhaftes, stellen Sie doch eine Gruppe von Menschen in den Mittelpunkt, die allzu gerne
über den Rand der Gesellschaft hinausgeschoben werden, die man am liebsten komplett ignorieren möchte. Hier einen Autisten,
genauer einen Savant (so nennt man Autisten mit besonderen geistigen Fähigkeiten, die weit über das hinausgehen, was 'normalen'
Menschen möglich ist) als Hauptperson zu wählen hat natürlich einen enormen Vorteil: Savants sind, auch wenn sie sich mitunter
merkwürdig verhalten oft bewunderswerte Geisteskünstler, was es uns 'normalen' nicht-behinderten Zusehern ermöglicht, sie
zu bewundern, zwar wie eine Zirkusattraktion, aber immerhin zu bewundern.
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